hate]SPACE

Ausgangspunkt für diese Arbeit war die bewusste Wahrnehmung und Begegnung mit unterschiedlichen Formen von Hass in sozialen Medien und somit auch mit dem Begriff der Hate Speech [...], der in unterschiedlichen Kontexten immer wieder zur Sprache kommt. Die Präsenz des Begriffs nimmt im öffentlichen Diskurs immer weiter zu und eine persönliche Konfrontation – als Betrachter*in von Außen und nicht unbedingt als unmittelbar betroffene Person ist mittlerweile unumgänglich. Außerdem ist zu beobachten, dass die Sprache in den letzten Jahren zunehmend Formen annimmt, die auf die offene Diskriminierung ausgelegt ist und damit sehr viel Raum in Konversationen und Diskussionen in sozialen Medien einnimmt; oftmals mit dem Ziel, anderen Personen genau diesen abzusprechen.

Im Rahmen [ihrer] Arbeit [hat sie] untersucht, wie der Umgang mit Hate Speech und verletzender Sprache bisher erfolgt und welche Probleme dabei auftreten. Kann aktiv gegen diese vorgegangen werden, können neue Strategien entwickelt werden, um ein kollektives Verständnis und neues Bewusstein im Umgang mit Sprache in sozialen Medien zu entwickeln? [...]

Ziel [der] Arbeit ist es, verletzende Sprache in sozialen Medien sichtbar zu machen, für sie zu sensibilisieren und Schutz vor der unmittelbaren Konfrontation mit Hate Speech zu bieten. Dabei möchte Leah Fot die Inhalte betrachten, die verletzende Sprache enthalten, bisher jedoch nicht entfernt wurden. Hier ist es oftmals ein schmaler Grad zwischen dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und der Diskriminierung einzelner Personen. Die Arbeit dokumentiert verletzende Sprache unterschiedlicher Quellen und bildet diese ab, um die Relevanz und Aktualität für einen öffentlichen Diskurs aufzuzeigen.

»hate]SPACE« ist also eine mobile Applikation, die Hate Speech in sozialen Medien sowie auch Webseiten erkennt und vor der Konfrontation schützt, Warnungen ausspricht und es als Ziel hat die User aufzuklären.